Jetzt versandkostenfrei bestellen
Infos zu Pöschl, Schmalzler und Co

Tabaktrocknung

Ziel des Trocknens ist die Reduzierung des Wasseranteils im Tabak von ca. 93% auf 15 bis 25%. Bei den Tabaktrocknungsverfahren werden je nach Tabaksorte und späterer Verwendung verschiedene Arten unterschieden: sun-cured (sonnengetrocknet), air-cured (luftgetrocknet) und flue-cured (heißluftgetrocknet). Die sogenannte Feuertrocknung (fire- cured) ist heute kaum noch verbreitet und findet nur für spezielle Räuchertabake Anwendung. Zusammen mit der Fermentierung bildet das Trocknungsverfahren den Curing-Prozess des Tabaks.

Orienttabak wird beispielsweise auf natürliche Art in der Sonne getrocknet. Für die Lufttrocknung (zum Beispiel von Burleytabak) kommen Trocknungsanlagen aus Holz mit Folien oder Stein zum Einsatz. Sie kann aber auch in Form der Dachtrocknung erfolgen. Bei der Heißlufttrocknung werden die Trockenschuppen bis auf 32 Grad Celsius beheizt. Erste Versuche hierzu fanden 1827 in den USA statt. Überwiegend der Virginiatabak wird in dieser Form getrocknet.

Die Trocknung trägt entscheiden zur späteren Qualität des Tabaks bei und bestimmt daher vordergründig den Tabakwert. Hier gilt, den Tabak möglichst langsam und sorgfältig zu trocknen. Die Trocknungsphase kann hinausgezögert werden, indem der Tabak mit Wasser benetzt wird.

Die Dachkrankheit – ausgelöst durch Pilzbefall – ist die gefährlichste Krankheit bei der Trocknung, da hierbei die Tabakblätter faulen.

Nachdem die Trocknung vollzogen wurde, wird der Tabak nach Qualitätsstufen sortiert und weiterverarbeitet. Hierzu wird der Tabak weist in Traubenform zusammengebunden, sodass ein ungewolltes, noch stärkeres Austrocknen vermindert wird.