Jetzt versandkostenfrei bestellen
Infos zu Pöschl, Schmalzler und Co

Menthol

Als sekundärer Pflanzenstoff konzentriert sich das Vorkommen von Menthol vor allem auf die Öle verschiedener Minzepflanzen. Bei Zimmertemperatur liegt Menthol in flüssiger, klarer Form mit einem frisch-minzigen Geruch vor.

Neben der Verwendung in Tabakprodukten wird Menthol in einer Reihe von weiteren Produkten eingesetzt. Besondere Bedeutung hat es für die Lebensmitte- und Kosmetikindustrie, es dient aber auch der medizinischen und homöopathischen Verwendung.

In der Tabakherstellung fungiert Menthol als Aromastoff, der dem Tabak im Prozess der Soßierung zugegeben wird. Neben Menthol können dem Tabak viele weitere natürliche und künstliche Substanzen beigemischt werden (siehe Flavouring). Auch ist Menthol meist unter der geschmacklich wahrnehmbaren Grenze von 0,03% beigemischt, da es durch eine Gefäßerweiterung das Schmerzempfinden des Atemtraktes und Mundraumes senkt und dadurch eine beschwerdefreie Aufnahme des Nikotins ermöglich. Bei Zigaretten macht eine nicht wahrnehmbare Menge von Menthol die Atemzüge tiefer und bewirkt eine Erhöhung der Atemfrequenz. Größere Mengen Menthol dienen der Parfümierung von Zigaretten. Hier sind vor allem die in Nordamerika sehr verbreiteten Menthol-Zigaretten zu nennen. Als Geschmacksstoff wird Menthol jedoch auch nahezu jedem Snuff beigemischt.

Menthol kann seit 1973 synthetisch gewonnen werden oder durch die Destillation der Minzöle mithilfe von Wasserdampf. Die Minzöle finden sich überwiegend in der japanischen Mine, in der Pfefferminze und der Ackerminze.

Mit Menthol versetzte Tabakprodukte stehen im Verdacht schädlicher zu sein, als menthollose Produkte. Neuere Erkenntnisse widerlegen dies jedoch.