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Heißlufttrocknung

Da überwiegend Virgin Tabak, ein großblättriger und heller Tabak, nach dieser Methode getrocknet wird, heißt sie auch Virgin-Heißlufttrocknung. Gängig ist auch die Bezeichnung Röhrentrocknung oder flue-cured.
Sie umschreibt die künstliche Trocknung von Tabak in speziell beheizten Kammern, die in nur vier bis acht Tagen abgeschlossen ist.
Diese Art der Trocknung begann erst nach dem amerikanischen Bürgerkrieg und setzte sich in Amerika nur langsam durch, da der getrocknete Tabak aufgrund seines Geschmacks auf keine große Akzeptanz stieß. In Deutschland sind erste Versuche für das Jahr 1880 dokumentiert. Zu Beginn fand diese Art der Tabaktrocknung in Schuppen statt, die durch Röhren beheizt wurden. Als Brennmittel fungierte Holzkohle, später auch Holz und Kohle.
Heute erfolgt die Heißlufttrocknung mithilfe von Computertechnik und wird als Virgin-Bulk-Heißlufttrocknung bezeichnet: Zunächst findet die Vergilbung der Blätter statt. Dies nimmt etwas 15 bis 40 Stunden bei 28 bis 35 Grad Celsius in Anspruch. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt zwischen 75 und 90%. Es schließt sich für 10 bis 22 Stunden die Blattauftrocknung mit verringerter Luftfeuchtigkeit und bei Temperaturen von 35 bis 50 Grad Celsius an. Abschließend erfolgt 20 Stunden die Rippentrocknung bei nochmals erhöhten Temperaturen.
Zum Trocknen von Tabak wird heute überwiegend die Heißlufttrocknung verwendet und sie hat dadurch große wirtschaftliche Bedeutung, die mit der zunehmenden Verbreitung von Virgin für die Zigarettenproduktion gestiegen ist.