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Infos zu Pöschl, Schmalzler und Co

Ätherische Öle

Aus der Geschichte der Menschheit und ihrer Genussmittel ist er so wenig wegdenkbar wie der Wein oder der Kaffee: Tabak in allen seinen Formen. Ob als Zigarette, Zigarillo, Pfeife, Wasserpfeife (Shisha), Kau- oder Schnupftabak – dem Genuss von Tabacco, den getrockneten Blättern eines seit Jahrhunderten in der homöopathischen Medizin verwendeten Nachtschattengewächses (Nicotiana tabacum), frönen Millionen Menschen aller Kulturen und Altersklassen. Der Schnupftabak nimmt hierbei eine besondere Stellung ein. Schon lange vor seiner Einführung in Europa war der Schnupftabak in süd- und mittelamerikanischen Kulturen bekannt. Jean Nicot brachte, in seiner Funktion als Gesandter Frankreichs am portugiesischen Hofe, als erster 1561 Tabakblätter und Saatgut nach Frankreich, und es war die berühmte französische Königin Katharina von Medici, die das “Schnupfen” als eine der ersten salonfähig machte – sie nahm die gepulverten Tabakblätter gegen ihre Migräne ein. Andere bekannte Häupter, die sich zum Schnupftabak bekannten, sind Napoleon Bonaparte, Friedrich Schiller und Altbundeskanzler Helmut Schmidt.

Eine weitere Besonderheit des Schnupftabaks ist, dass er häufig mit ätherischen Ölen oder Kräuter- und Blütenauszügen versetzt wird. Dies dient hauptsächlich dazu, das Tabakpulver zu befeuchten, so dass es für die Nasenschleimhaut leichter und angenehmer aufzunehmen ist. Zusätzlich erfüllen die ätherischen Öle aber natürlich auch einen genußverfeinernden und anregenden Zweck, je nachdem um welche Öle es sich handelt. Beim “Schmalzler”, wie der Schnupftabak auch salopp genannt wird, fällt immer wieder der Begriff “Columbia Öl”. Dieses Öl gibt es nicht, es ist lediglich die quasi Schutzwortmarke eines großen Schnupftabak-Herstellers, der damit seine eigene spezielle Mischung aus ätherischen Ölen umschreibt. Das genaue Rezept der Mixtur ist natürlich ein seit Jahrzehnten streng gehütetes Firmengeheimnis.

Es gibt eine Vielzahl von ätherischen Ölen, die Schnupftabak oder auch Rauch- und Kautabak zugesetzt werden. Schon vor über 150 Jahren veredelte man die Tabake unter Anderem mit Tee-Extrakten, Zitronenschalen, Kardamon, Rosenblättern, den Wurzelextrakten von Veilchen, Jasmin, Nelke, Zedern- und Sandelholz sowie Lakritze. Waren es früher nur natürliche, reine Essenzen, werden heute auch vielfach chemisch produzierte (dadurch billiger seiende) Aromen und Öle verwendet. Sehr beliebt zur Beimischung beim Tabak sind nach wie vor würzige, hocharomatische und kulinarisch anregende “Gourmet”-Noten sowie fruchtige und holzige Extrakte, wie Honig, Jamaika-Rum, Kakao bzw. Schokolade, Muskatnuss, Ahornsirup, Bourbon-Vanille, Orange, Kaffee, Lavendel, Zitrone, Heidelbeere, Aprikose, Apfel, Kirsche, Ananas, Banane, Kokos, Anis, Minze, Melisse, Heliotrop oder Tonkabohne.

Was die ätherischen Öle auszeichnet und weswegen ihr Einsatz schon seit Jahrhunderten in der Homöopathie als auch der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken ist, ist ihre nachweisbare positive Wirkung auf die Psyche des Menschen. Seit alters her ist bekannt, dass die Wohlgerüche der reinen ätherischen Öle anregend und kräftigend oder auch beruhigend und harmonisierend wirken. Bei verschiedensten Wehwechen und auch psychischen Befindlichkeiten können ätherische Öle wahre Wunder bewirken, denn schon die alten Griechen und Römer wussten: “Das beste Rezept für die Gesundheit besteht darin, dem Gehirn süße Düfte zuzuführen”. Man badete genussvoll in den duftenden Ölen von Pflanzen und Kräutern, salbte sich die Haut damit, räucherte die Paläste mit den edlen Essenzen, und wusste um die heilende Wirkung so manchen Krauts und seines aus ihm gewonnenen Öls. Im Öl ist nämlich die konzentrierte “Lebenskraft”, quasi die Essenz der Pflanze enthalten. Das Wort “ätherisch” leitet sich übrigens ab vom griechischen Wort “Aither”, das wiederum “Himmelsduft” bedeutet – etwas paradiesisch Schönes, gleichzeitig nicht wirklich Greifbares und Flüchtiges.

Naturreine ätherische Öle haben einen deutlich höheren Preis als ihre chemischen “Verwandten”, die in Massenproduktion in unbegrenzter Menge in Laboratorien hergestellt werden können, jedoch niemals die echte Essenz und ihre heilende Wirksamkeit der echten Pflanze aufweisen. Reines ätherisches Öl bestimmter Blumen, wie z. B. Jasmin oder bulgarische Rose, ist daher mittlerweile so begehrt und dabei auch noch teurer als Gold in vergleichbarer Gewichtsmenge. Auch die berauschenden, aphrodisierend und euphorisch stimmenden Harze bestimmter Bäume (“Oud”, das Adlerbaumholz aus dem Orient, Sandelholz oder Amber) sind, in ihrer reinen Form, für den Alltagsgebrauch heute fast unbezahlbar gewordene Naturschätze. Umso kostbarer sind natürlich die Produkte (wie bestimmte Parfums, Duftöle für Duftlampen etc.), in denen noch diese echten, naturreinen ätherische Öle verwendet werden. Auch einige Schnupftabakherstellern rühmen sich dieser Verwendung bei ihren Tabaksorten und dürfen dabei auf eine lange Tradition zurückblicken.

Nachfolgend seien einige der bekanntesten ätherischen Öle, ihre Wirkungsweise und Verwendung auch bei der Zubereitung von Tabakprodukten, aufgeführt:

Anis

Ursprünglich im Orient beheimatet, wächst es heute auch in Indien, im Mittelmeerraum sowie in Teilen Osteuropas und des Balkans. Das ätherische Öl der Pflanze, die zur Familie der Doldenblütler gehört, gewinnt man aus ihren Früchten. Anis ist vor allem als Zutat in Back- und Brotwaren bekannt. In Bayern, Teilen Österreichs und Ungarn kennt man auch Kekse, die mit Anis gebacken werden (“Anisbrötchen”). Doch auch in Alkoholika findet Anis häufig Verwendung, so etwa im Absinth, im türkischen Raki, im griechischen Ouzo und im italienischen Sambuca. Dabei wird Anis immer mehr von Sternanis abgelöst, aus China stammend und im Anbau ertragreicher und somit billiger. Der Geschmack ist ähnlich, jedoch sind Anis und Sternanis nicht miteinander verwandt. Anis findet auch in Tabaksorten für die arabische Shisha (Wasserpfeife) häufige Verwendung, oft in Kombination mit Kardamom, Koriander oder Apfel.

Arnika

Die auch als Kraftrose, Johannisblume, Engelblume, Wolfsblüte, Wundkraut, Bergtabak, Schnupftabaksblume oder Tabakblume bekannte Heilpflanze gehört artentechnisch zu den Korbblütlern. Sie wächst in den Alpen und in Mittelgebirgslagen, steht jedoch inzwischen unter Naturschutz, da sie kaum kultiviert werden kann. Bereits seit dem 17. Jahrhundert ist sie in der Heilkunde bekannt und wird vor allem bei Blutergüssen, Entzündungen und stumpfen Verletzungen eingesetzt. Die berühmte Mystikerin und Heilkundige Hildegard von Bingen kannte ebenfalls die Heilwirkung der Arnika und setzte sowohl die getrockneten Blüten als auch das ätherische Arnikaöl zur Behandlung ein. Arnika duftet würzig, etwas bitter, und ihre getrockneten Blätter wurden früher zusammen mit Königskerzenblüten und Huflattich als Kräutertabak geraucht; heute findet Arnika in Tabaken keine Verwendung mehr.

Minze / Menthol

Es gibt weit über 40 Sorten dieser stark riechenden Pflanze, die zur Gattung der Lippenblütler zählt: Orangen-, Apfel, Schokolade- und Basilikumminze zählen zu den mittlerweile beliebtesten, was ihren Einsatz als “Duft- und Gewürzpflanze” angeht. Die wohl bekannteste Sorte ist jedoch die Pfefferminze, die in zahlreichen Medikamenten als auch in kosmetischen Artikeln und Nahrungsmitteln eingesetzt wird. Ursprünglich war die Pfefferminze in England beheimatet, heute jedoch ist sie auf der nahezu ganzen Welt zu finden”. Das Pfefferminzöl enthält bis zu 60% Menthol, welches das typisch minzige Aroma ausmacht und im ätherischen Öl der Pflanze die Hauptnote ist. Pfefferminzöl wirkt entzündungshemmend und antibakteriell, kühlt die Haut und wirkt durchblutungsfördernd. Menthol ist das häufigst beigemischte “Öl” bzw. ein Bestandteil davon bei Tabakwaren, denn durch seine reizlindernde Wirkung beruhigt es die Schleimhäute, wirkt kühlend und desinfizierend, stört dabei jedoch nicht den Eigengeschmack des Tabaks.

Eukalyptus

Die bis zu 40 Meter hoch werdenden Eukalyptusbäume gehören zu den sogenannten “Immergrünen Gehölzen”. Sie sind in tropischen und subtropischen Gegenden beheimatet, und die meisten der insgesamt 500 Arten finden sich in Australien. Der starke Duft ist ein idealer Antimückenschutz, denn er vertreibt die stechenden Quälgeister. Allgemein bekannt ist Eukalyptusöl für seine die Atmung aktivierende Wirkung, weswegen es vor allem bei Erkältungen, in der Sauna und in Badezusätzen zur Anwendung kommt. Beim Schnupftabak wird Eukalyptusöl, ähnlich wie das Menthol, als reizlindernde und erfrischende Note dem feinen Tabakpulver hinzugefügt, da sich die beiden Öle in ihrer Wirkung und ihrem Duft harmonisch ergänzen. Ausserdem sei nicht unerwähnt, dass gerade Schnupftabak in früheren Jahrhunderten vor allem als gutes Mittel gegen Schnupfen und andere Erkrankungen der Nasenschleimhäute eingesetzt wurde, wobei v. a. die ätherisch starken Wirkstoffe und Öle der Minze und des Eukalyptus eine bedeutsame Rolle spielten.

Veilchen

Das Veilchen, auch Viola genannt, gehört zur Familie der Veilchengewächse. Bekannt sind vor allem das Stiefmütterchen, das Duft- und das Hornveilchen. Die etwa 500 Arten der Veilchen wachsen am besten in klimatisch gemäßigten Zonen; in Nordamerika, Japan, den Anden, Australien und Tasmanien sind ebenfalls einige der Arten zu finden. Das Veilchen galt in der Antike als “Heilige Blume”, gewidmet dem Gott Pan und Saturn. In der Kräuterheilkunde und Aromatherapie werden vor allem die Parma- und Märzveilchen eingesetzt, da das ätherische Öl hilfreich bei Husten und Bronchitis ist. Mit ein Grund, weshalb auch das Veilchen in vielen Tabakprodukten als getrocknetes Blatt oder als Ölessenz zu finden ist – seine wohltuende Wirkung auf Bronchien und Schleimhäute sowie sein milder, laubartiger Duft ergänzen harmonisch die anderen, dem Tabak zugesetzten Extrakte und Öle.

Sandelholz

Das echte ätherische Sandelholzöl (auch unter Santelholz oder Santal bekannt) wird aus dem weißen und gelben Sandelholz der überwiegend auf den ostindischen Inseln kultivierten Bäume der Gattung Santalum gewonnen. Es wird seit Jahrtausenden in der Menschheitsgeschichte als Räuchermittel und als unterstützender Duft bei Meditationen und rituellen Handlungen benutzt. Das reine Öl ist äußerst kostbar, es wird nur aus Bäumen gewonnen, die älter als 30 Jahre alt sind – weswegen pro Jahr nur ca. 1000 Tonnen des begehrten ätherischen Öls gewonnen werden. Wegen seiner sogar wissenschaftlich bewiesenen aphrodisischen Wirkung ist Sandelholz in den meisten Parfums enthalten, allerdings nur in den hochpreisigen Duftwässern in seiner reinen (“absolue”) ätherischen Form. Der samtig holzartige, maskuline und dabei warme balsamische Duft macht das Sandelholz auch als Zusatz in Schnupf- und Rauchtabak sehr beliebt, da es bestens mit dem ebenfalls holzig-warmen Tabakgeruch harmoniert.

Lavendel

Die Pflanze der Gattung Lippenblütler darf als sicher die mitbekannteste und beliebteste genannt werden, geht es um Pflanzen und ihre naturheilkundliche und aromatherapeutische Verwendung. Der echte Lavendel wird heute fast nur noch von Biobauern angepflanzt oder in einigen Regionen an Berghängen wildwachsend vorgefunden. Als bekannteste Region hochwertigen Lavendelöls gilt die Provence in Frankreich sowie die Grafschaft Hertfordshire in England, dort vor allem unter dem Begriff “Norfolk lavender” als exklusive Zutat in Parfums, Körperpudern, Seifen und Wäsche-Beduftern beliebt. Der hohe Linaloolgehalt des Lavendelöls wirkt antibiotisch, tötet sogar gewisse Hefepilze ab, und wirkt entgiftend und regenerativ. Das ätherische Lavendelöl wirkt zudem nach Inhalation zentraldämpfend auf das gesamte Nervensystem. Diese beruhigende und entspannende Wirkung kommt auch in vielen Tabaksorten zum Tragen, in denen auch Lavendel in die Gesamtkomposition miteinfließt.

Bergamotte

Die Bergamotte ist vermutlich als Hybrid zwischen Zitronatzitrone und Bitterorange entstanden und gehört demnach zur Gattung der Zitruspflanzen. Ihre Frucht findet jedoch keine Verwendung als Obst, denn die Bergamotte wird hauptsächlich wegen der in den Früchten enthaltenen Duftstoffe angepflanzt, dies vor allem entlang eines ca. 100 km langen Küstenstückes an der Spitze Italiens, in Kalabrien. Den meisten Menschen ist Bergamotte als unerlässlicher Stoff in der Parfumherstellung bekannt, dem klassischen “Kölnisch Wasser” etwa gibt die Bergamotte seinen typischen Geruch. Der Geruch echten Bergamotteöls zeigt eine Originalität und würzige Frische. Die Essenz enthält über 350 verschiedene Aromen und ist auch als Öl für Duftlampen gerade im Sommer sehr beliebt wegen der erfrischenden, belebenden und zitronigen Note. Es wird – wie viele Zitrusfrüchte – zur Aromatisierung von Schnupf- und Pfeifentabaken benutzt.

Jasmin

Es gilt als das mit dem reinen Rosenöl teuerste Blütenöl – das ätherische Öl des echten Jasmins. Echter Jasmin gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und war ursprünglich in Kaschmir, im Himalaja und in Regionen Chinas beheimatet, ab Höhen von ca. 1.800 Metern. In Europa ist er auf der iberischen Halbinsel, in Frankreich und Rumänien zu finden, ausserhalb Europas im Iran und im Kaukasus. Ägypten, Algerien und Italien haben mittlerweile den Jasminanbau kultiviert, um den Bedarf an dem kostbaren Öl – eingesetzt vor allem bei der Herstellung hochpreisigster edler Parfums – zu befriedigen. Jasminöl gilt als stark entspannend, zudem als euphorisierend und erotisierend, ist also ein Aphrodisiakum völlig natürlichen Ursprungs. Da es sich gut mit Patchouli, Zedernholz, Gewürzölen und Sandelholz verträgt – Essenzen, die oft auch in aromatisierten Schnupf- und Rauchtabaken verwendet werden -, wird es auch einigen Tabaksorten beigefügt, die dadurch eine sehr sinnliche, warme und blumig-intensive Duftfärbung erhalten.

Patchouli

Das ätherische Öl, heutzutage als typisches Parfum der “Gothic-Szene” bekannt, wird aus den Blättern des gleichnamigen, in Indien, Sumatra, Südamerika und Malaysia beheimateten Strauches gewonnen. Der Patchoulistrauch ist eine krautige Pflanze aus der Gattung der Lippenblütler, der Minze verwandt. Das ätherische Öl gilt als aphrodisierend, entzündungshemmend, hautpflegend und beruhigend, soll sogar gegen Pilzbefall im Mund- und Rachenraum helfen. Es ist, wie Bergamotte, ein wichtiger Grundstoff in der Parfumindustrie, gilt es doch aufgrund seiner langen “Präsenz” (wenige Tropfen riechen tagelang in einem Raum) als guter Duftträger. Der warme, sinnlich-erdige Duft harmoniert wunderbar mit den als klassisch männlich geltenden Noten wie Leder, Tabak und Eichenmoos, aber auch mit Lavendel, Vanille und kräutrigen Düften wie Majoran oder Basilikum. Dass es in Tabaksorten Eingang fand und sich breiter Beliebtheit vor allem bei “Schnupfern” und Wasserpfeifenrauchern erfreut, verwundert also nicht.

Vanille

Die Vanille, zur Familie der Orchideenartigen gehörend, ist im südlichen Nordamerika, in Zentral- und Südamerika, Südostasien, auf den Karibischen Inseln, auf Madagaskar, in Zentralafrika und auf den Pazifischen Inseln vertreten. Es gibt ca. 100 Arten, wovon jedoch nur etwa 15 aromatische Früchte tragen. Die Echte Vanille, auch Gewürzvanille genannt, ist die bekannteste und bedeutendste Vertreterin. Aus ihren Kapseln, den “Vanilleschoten”, wird das an Kinderzeit, Weihnachten und Gebäck erinnernde Gewürz Vanille gewonnen. Vanilleöl in der Aromatherapie gilt als aktivierend und wird auch als “Gute Laune”-Öl bezeichnet. Der warme Duft wirkt harmonisierend und ist auch bei nervöser Anspannung zu empfehlen. Viele Schnupftabaksorten haben Vanille in ihrer Mischung, da der Duft von den allermeisten Menschen als positiv empfunden wird; zudem ergänzt er sich hervorragend mit dem Eigengeruch der meisten Tabaksorten.

Diese Liste ließe sich noch beliebig verlängern, gibt es doch fast kein Aroma, das nicht auch als Tabakzusatz Verwendung findet. Sämtliche Fruchtaromen (vom Apfel und Blutorange über Erd- und Heidelbeere bis zur Traube und Wassermelone) zählen dazu, die – meist künstlichen Ursprungs – den Tabakliebhabern je nach Stimmung und Geschmack die Möglichkeit bieten, ihren Tabak in einer breitgefächerten Auswahl an Aromen zu genießen. Auch Kräuter und Gewürze wie Salbei, Rosmarin, Thymian, Melisse, der schon aufgeführte Lavendel und Anis, Koriander, Kardamom, Nelke oder Majoran finden bei “snuffern” großen Anklang, weil sich zur würzigen oder kräutrigen Note noch der wohltuend-heilsame Faktor der Kräuter bzw. ihrer Extrakte (getrocknet oder als Aroma-Öl) gesellt. Vernaschte Schnupfer können mit Zimt-, Schokolade-, Vanille- oder Karamell-Aroma versetzte Tabake wählen, die Damen können zwischen Tabaksorten mit Rosen-, Jasmin-, Maiglöckchen- und andere Blütenölen schwelgen, und sogar Weihrauch und Amber (Bernstein) werden manchen exklusiven Schnupftabaken beigemischt und sorgen für eine nahezu meditative, spirituelle oder narkotisierend-entspannende Wirkung beim Tabakgenuss.

Im Auge bzw. in der Nase sollte man nur behalten: naturreine Aromen und Öle haben ihren Preis, auch bei den Tabaksorten, in denen sie zum Einsatz kommen.